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Steffi Böttger
Steffi Böttger

Eine große fremde Freude - Alma Mahler-Werfel

Musikalisch-literarische Annäherung

 

„Wenn ich die Alma nicht getroffen hätte – ich hätte noch hundert Gedichte geschrieben und wäre selig verkommen...“ In dieser zweischneidigen Wehmut äußerte sich Franz Werfel in einem nächtlichen Gespräch mit Friedrich Torberg.

Alma Schindler, verwitwete Mahler, geschiedene Gropius, verwitwete Werfel, geboren 1879 in Wien, der Stadt, die ihr Leben prägte, gestorben 1964 in New York – eine der interessantesten großen Frauen des vergangenen Jahrhunderts, heißgeliebt von den einen, leidenschaftlich gehaßt von anderen.

Bekannt ist über sie, daß sie einen gewaltigen Verschleiß an Männern hatte: Gustav Klimt, Alexander von Zemlinsky, Gustav Mahler, Walter Gropius, Oskar Kokoschka, Franz Werfel... Auffällig, daß hier die künstlerische Creme der Kunst vertreten war: Alma besaß einen untrüglichen Spürsinn für Wirkungen und Werte, einen enormen Kunstverstand, und so liebte sie nur die Besten. Die ließen sich gern von ihr einfangen, erziehen und leiten. Davon zeugen Briefe, ihr gewidmete Gedichte, Lieder und Gemälde.
Daß sie als junges Mädchen komponierte, wissen wenige, ebenso daß sie ihre künstlerische Arbeit zeitweilig aufgab, um einzig ihren ersten Ehemann Gustav Mahler zu unterstützen (der in Krisenzeiten dann doch die Herausgabe ihrer Lieder mit seinem Namen vorantrieb).

  • Konstanze Hollitzer, Stina Steingrim-Levvel (Norwegen),Steffi Böttger und Bernhard BillerEine große fremde Freude, im Westphalschen Haus

Die Faszination, die von ihr ausging, werden wir heute nur noch ahnen können - Fotos zeigen eine etwas mollige, majestätische Erscheinung, die im Alter in Richtung Walküre tendierte. Wir müssen uns auf die Aussagen von Zeitgenossen stützen, auf ihre eigenen schriftlichen Hinterlassenschaften, die zahlreich sind und teilweise recht beschönigend, sowie auf einen gewaltigen Briefnachlaß.

Aus diesem Material, sowie aus einigen ihrer Lieder, entstand das Programm - Eine große fremde Freude - die Annäherung an eine Frau, von der Friedrich Torberg urteilte: „Sie war eine große Figur und eine große Frau. In dieser Ausführung werden sie heute nicht mehr geliefert.“

 

Dauer: 90 min
Techn. Bedingungen: Flügel, Tisch, zwei Stühle, Leselampe

Mitwirkende:
Maria Gessler/Stina Steingrim-Levvel (Norwegen) | Sopran
Konstanze Hollitzer | Klavier
Steffi Böttger | Sprecherin,  Bernhard Biller | Sprecher